Das Emirat Dubai ist Vorreiter der Idee der Freizonen. Schon 1980 öffnete die erste und bis heute größte Freizone in Jebel Ali einer stetig wachsenden Zahl von Kunden ihre Tore. Abgesehen von den bedeutenden Freizonen wie Jebel Ali und Dubai Airport Free Zone hat Dubai die Idee der Freizonen mit dem Konzept von Industrieclustern kombiniert und somit zahlreiche für spezielle Industrien maßgeschneiderte Freizonen geschaffen. Hierzu gehören beispielsweise: Dubai Media City, Dubai Internet City, Dubai Maritime City, Dubai Knowledge Village und Dubai Health Care City.
Der wachsende Markt und die steigende Nachfrage haben dazu geführt, dass viele Freizonen wie beispielsweise Dubai Media City und Dubai Internet City zeitweise so gut wie ausgebucht sind und es lange Wartelisten für neue interessierte Firmen gibt.
Jebel Ali Free Zone (JAFZA)
JAFZA ist die älteste der Freizonen Dubais. JAFZA bietet gut strukturierte Steuer- und Unternehmensanreize mit Fertigungs-, Lager- und Vertriebseinrichtungen. JAFZA befindet sich in Jebel Ali im Süden Dubais und hat Zugang zum weltweit größten Containerhafen sowie zum neuen Al Maktoum International Airport, welcher 2009/10 fertig gestellt werden soll.
Dubai Airport Free Zone (DAFZA)
DAFZA verfügt über speziell entworfene Einrichtungen für die ganze Bandbreite technologiegesteuerter Industrien, darunter Einzelhandels- und Leichtindustriebetriebe sowie gewerbliche Vertriebsdienstleister. Unternehmen mit Produkten von hohem Wert, aber geringem Gewicht, werden es schätzen, in dieser innovativen Freizone ansässig zu sein. Direkt am Dubai Airport gelegen, ist DAFZA Teil einer hochqualitativen Infrastruktur, die digitale Kommunikation, zuverlässige Energie- und sonstige Einrichtungen bietet, um die Bedürfnisse anspruchsvoller Hochtechnologieunternehmen zu befriedigen.
Dubai Technology, Electronic Commerce and Media Free Zone (TECOM)
Das Ziel der TECOM ist es, basierend auf der Entwicklung von Industrien wie Informationstechnologie, Medien, Forschung und Online-Ausbildung ein regionales Technologiezentrum zu gründen. TECOM besteht derzeit aus neun Freizonen:
Dubai Internet City (DIC)
DIC ist das erste vollständige Informationstechnologie- und Telekommunikationszentrum, das innerhalb einer Freizone gegründet wurde. Es ist auch der größte Informationstechnologiekomplex im nahen Osten und besitzt eines der größten Internet-Telefonsysteme der Welt. DIC bietet betriebsbereite, voll ausgestattete Büros mit aktueller, von Hightech-Firmen benötigter, Infrastruktur an.
Firmen können auch bis zu einer Dauer von 50 Jahren Land pachten und dort ihre eigenen Büros bauen. Phasenweise ist DIC ausgebucht und es gibt eine Warteliste.
Dubai Media City (DMC)
DMC beabsichtigt, Dreh- und Angelpunkt der Medienwelt im nahen Osten zu werden. DMC bietet moderne Infrastruktur, die es medienangehörigen Unternehmen ermöglicht, von Dubai aus weltweit zu operieren. Rundfunk-, Verlags-, Werbe-, Public Relations-, Forschungs-, Musik- und Nachbearbeitungsunternehmen wird eine Arbeitsatmosphäre geboten, die in der Region einzigartig ist. Phasenweise ist DMC ausgebucht und es gibt eine Warteliste
Dubai Knowledge Village (DKV)
DKV zielt darauf ab, Infrastruktur für Wissensentwicklung, Wissensweitergabe und Wissensanwendung anzubieten und Dubai somit zum Dreh- und Angelpunkt für Bildung und Innovation zu machen. DKV ist auch dazu bestimmt, DIC und DMC mit den richtigen Fachkräften zu versorgen, die für die in DIC und DMC registrierte Unternehmen arbeiten sollen. Es wird erwartet, dass zahlreiche DKV Kunden in die entstehende DIAC (Dubai International Academic City) umziehen werden. Momentan ist DKV ausgebucht und es gibt eine lange Warteliste.
International Media Production Zone (IMPZ)
Die International Media Production Zone ist die erste Freizone der Region, die auf Medienproduktion ausgerichtet ist. Als solche stellt sie ein Komplementärangebot zur Dubai Media City, bzw. einen Ableger dar. Während in der Media City Medien gemacht und genutzt werden, sollen diese in der IMPZ massenmäßig produziert werden. Dementsprechend bilden vier Säulen den Kernbereich der IMPZ: Druck, Verlag, Verpackungen und übrige Medienproduktion. Darüber hinaus stellt die IMPZ auch eine Freizone eines neuen Typs dar mit integrierten Wohn-, Erholungs- und Lifestyleeinrichtungen. Derzeit befindet sie sich noch im Bau. Unternehmen können gleichwohl bereits lizenziert werden
Dubai Studio City (DSC)
Diese Freizone bietet eine komplette Infrastruktur für die Film- und Fernsehindustrie und stellt damit nicht zuletzt auch einen wichtigen Bestandteil der neuen Kultur- und Kunstszene Dubais dar. Offiziell gegründet im Februar 2005 steht DSC kurz vor der Fertigstellung. DSC ermöglicht die Niederlassung von Produktionsunternehmen und einer ganzen Reihe von Support-Firmen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Filmindustrie – von Designunternehmen über Agenturen bis hin zu Animationsstudios. Die Infrastruktur beherbergt Standard-Studios, Tonstudios, Workshops, Bühnen, Post-Produktions-Studios, ein Business-Center für Selbständige und vieles mehr. Darüber hinaus wird das Angebot durch eine Film- und Fernseh-Akademie sowie Wohn- und Unterhaltungseinrichtungen abgerundet.
Dubai Biotechnology & Research Park (DuBiotech)
Der Dubai Biotechnology & Research Park (DuBiotech) wurde im Februar 2005 anlässlich der damaligen ArabHealth Messe vorgestellt. DuBiotech ist ein Angebot für die gesamte Wertschöpfungskette im pharmazeutischen Bereich aber auch für Biotechnologieunternehmen. Dies schließt die Biotechnologiesektoren Landwirtschaft, Umweltschutz und Meeresumwelt mit ein. Forschung und Produktionsstätten werden weiter durch Bildungseinrichtungen ergänzt. Der Aufbau der Hauptinfrastruktur ist noch in vollem Gange. Dennoch arbeiten bereits mehr als 28 lizenzierte Unternehmen in der Zone. Die große Chance der DuBiotech liegt in der moderat regulierten Zulassung von Laborforschung, die heute in Europa auf Grund bestehender Regulierungspraxis, ethischer Bedenken, schwerfälliger Bürokratie und teilweise mangelndem politischen Willen nicht oder nur schwer möglich sind.
Environment and Energy Park (ENPARK)
Mit dem ENPARK beschloss die Regierung Dubais am 5. Juni 2007 eines der innovativsten Zukunftsprojekte. Für die VAE, die sich auf Grund eines extrem hohen Wasser- und Energiebedarfs vom WWF mit der unbeliebten Trophäe des größten ökologischen Pro-Kopf-Fußabdrucks schmücken lassen mussten, kam dieses Projekt gerade zur richtigen Zeit. Mit dem ENPARK entsteht nicht nur eine Freizone, die der Förderung erneuerbarer Energien dient, sondern darüber hinaus ein Wissenscampus der nachhaltigen Entwicklung sein wird. Der Park wird außerdem Wohn-, Geschäfts- und Unterhaltungseinrichtungen beherbergen, und all dies in einer gesunden Umwelt – ein Model für nachhaltige Entwicklung.
Dubai Outsource Zone (DOZ)
Die Gründung der Dubai Outsource Zone im Jahre 2005 geht auf eine Initiative der Dubai Internet City zurück. DOZ versteht sich als weltweit erste Freizone mit Schwerpunkt auf die Outsourcing Industrie. Die Freizone erhebt Anspruch auf den Status der ersten Adresse in der Region für Back-Office-Prozesse und will Unternehmen, die in den VAE und im Mittleren Osten tätig sind, erstklassigen Service anbieten. Darüber hinaus bietet man Notfall-Ausweicheinrichtungen für Call Center weltweit. Im DOZ findet sich daher eine umfangreiche Infrastruktur und Geschäftsumgebung für Outsourcing Unternehmen, für globale bzw. regionale Hubs, die weltweite Märkte bedienen können. Zurzeit, im zweiten Betriebsjahr der Freizone, sind bereits mehr als 80 Unternehmen registriert, ca. 20 weitere stehen auf der Warteliste für eine Firmengründung. Als relativ neue Freizone hat DOZ noch nicht mit den sonst üblichen Kapazitätsproblemen zu kämpfen. Der Zone stehen ca. 2 km2 unbebaute Fläche zur Verfügung, welche auf Pachtvertragsbasis Unternehmen zur Eigenbebauung überlassen werden kann.
Dubai International Academic City (DIAC)
Die Dubai International Academic City ist möglicherweise die weltweit einzige Freizone, die der Förderung höherer Bildung gewidmet ist. Als logische Weiterentwicklung des Knowledge Village Konzepts stellt die DIAC eine der neuesten Freizonen der TECOM dar. Es wird erwartet, dass sämtliche höheren Bildungseinrichtungen, die derzeit noch im Knowledge Village residieren, in die DIAC umziehen. Damit entsteht ein Bildungscluster, der zwischen den einzelnen Einrichtungen hervorragende Synergien erzeugen kann. Etwa 20 internationale Universitäten bieten derzeit verschiedene akademische Programme von ein bis vier Jahren Dauer an.
Dubai Gold & Diamond Park
Der Bauträger Emaar hat eine Vereinbarung mit der Jebel Ali Free Zone (JAFZA) getroffen, wonach ihrem Gold & Diamond Park der Status einer Freizone verliehen werden soll. Investoren des Projekts kommen alle Vorteile einer Freizone einschließlich der 100%igen ausländischen Alleininhaberschaft zugute. Praktisch bedeutet dies jedoch lediglich, dass bestimmte Unternehmen aus dem Gold und Diamantensektor mittels einer JAFZA-Freizonen-Lizenz auch einen Standort im Fold & Diamond Park bewirtschaften könen. Die Regierung Dubais besitzt über 30% von Emaar's Gold & Diamond Park und bietet ein spezielles Gütesiegel für im Park angefertigten Schmuck, um Kunden die Echtheit zu garantieren.
Dubai Multi Commodities Centre (DMCC)
Als spezielle Freizone der Märkte für Edelmetalle, Rohstoffe und Verbrauchsgüter stellt das DMCC weit mehr als eine Freizone dar. Es bietet nicht nur in physischer Hinsicht eine gesellschaftsrechtliche Plattform für Unternehmen der entsprechenden Branchen, sondern vor allem auch Infrastrukturen für Handel und Finanzierung auf allen Bereichen der Wertschöpfungskette dieser Märkte. Mit der physischen Fertigstellung des eigentlichen Zentrums des DMCC, bestehend aus drei Bürotürmen, ist Ende 2008/Anfang 2009 zu rechnen. Damit wird das DMCC auch physisch seine lang erwartete Geburtsstunde erleben, auf die innerhalb der letzten sechs Jahre gezielt hingearbeitet wurde. Im Zentrum steht eine Gold und Rohstoff Börse (Dubai Gold & Commodities Exchange), eine Diamanten Börse (Dubai Diamond Exchange) und eine Bewertungs- und Klassifizierungsanstalt für Diamanten (International Diamond Laboratories). Daneben arbeitet das DMCC aktiv an Sharia-kompatiblen Investmentprodukten, an Öl- und Gas-tank-lagern im Technology Park und verfügt in der Jebel Ali Free Zone über den Teehandelsplatz Dubai Tea Trading Centre.
Dubai International Financial Centre (DIFC)
In der Finanzwelt besteht eine große Nachfrage nach einem Ort zur Abwicklung von Geschäften im nahen Osten. Ein regionaler Aktienmarkt, Islamic Finance, Asset Management, Rückversicherung und Investment Banking sind die derzeitigen Interessenschwerpunkte des DIFC. Als Brücke zwischen den Finanzzentren Europas und Asiens im Herzen Dubais gelegen, ist DIFC eine Plattform für den Zugang zum Milliarden Dollar Markt des nahen Ostens. Es ist eine Pforte für den Kapitalfluss zwischen der Region und den internationalen Kapitalmärkten.
Das Dubai International Financial Centre gilt als die am weitesten entwickelte, unabhängigste, aber auch teuerste Freizone in den VAE. Dem DIFC sind wesentliche Exekutiv- und Legislativfunktionen, sowie eine unabhängige Rechtsprechung übertragen worden und eigenständig weiterentwickelt worden. Das DIFC verfügt über drei zentrale Behörden: eine zentrale Verwaltungsbehörde, eine Finanz-Regulierungsbehörde und eine Gerichtsverwaltung, die den unabhängigen DIFC-Gerichtshof unter sich hat.
Dubai Healthcare City (DHCC)
Mit Dubai Healthcare City entsteht im Emirat Dubai eine ausschließlich dem Gesundheitswesen gewidmete Freizone, die in dieser Art weltweit einzigartig sein dürfte. DHCC wurde 2003 durch Emiri-Dekret Nr. 9/2003 offiziell gegründet. Gründungsmaxime ist die Bereitstellung moderner medizinischer Dienstleistungen in allen relevanten medizinischen Sparten, welche in der Region und darüber hinaus auch international nachgefragt werden. Darin eingeschlossen sind insbesondere Kardiologie, Onkologie, Diabetesbehandlung und -vorsorge, sowie die Grundlagen für weitere präventive, gesundheitsfördernde, und heilende Dienstleistungen.
DHCC ist in hohem Maße selbstreguliert. Die Selbstregulierung umfasst alle medizinischen Bereiche von der hochqualifizierten medizinischen Versorgung über Zulassungsfragen bis hin zur medizinischen Ausbildung und Forschung. In geografischer Hinsicht besteht DHCC aus drei Gebieten. Den Kern bildet das Academic Medical Centre. Es umfasst ein Universitätsklinikum, das Harvard Medical School Dubai Centre, Institute for Postgraduate Education and Research, sowie die Harvard Foundation for Medical Research. Von hieraus werden auch die beiden anderen Gebiete verwaltet, die Medical Community und die Wellness Community.
Dubai Maritime City
Die Dubai Maritime City ist keine Freizone im eigentlichen Sinne. Als maritimes Zentrum Dubais ist sie eine spezielle Wirtschaftszone mit dualem Charakter, in der auch Unternehmen mit Freizonenstatus gegründet werden können. Sie liegt auf einer 227 Hektar großen, künstlich geschaffenen Insel und wird nicht nur als ein Zentrum für die lokale maritime Industrie dienen, sondern auch eine Antwort auf die wachsenden Bedürfnisse der weltweiten Schifffahrtsindustrie geben. DMC wird einen eigenen maritimen Cluster bilden. Derzeit entstehen die ersten Gebäude für den zukünftig größten maritimen Komplex der Welt. „Bauen, Arbeiten, Leben und Lernen“ sind die vier Schwerpunkte. Im Vordergrund steht dabei die optimale Industrialisierung des Schiffbaus und der Schifffahrtsindustrie durch Infrastruktur für Reparaturen und Wartungsarbeiten, maritime Ersatzteillager sowie ein vollständiges Angebot maritimer Dienstleistungen inklusive Rahmenservice von Rechts- und Finanzdienstleistern. Dies wird abgerundet durch ein akademisches Angebot. Darüber hinaus wird die Maritime City eine Stadt in der Stadt werden - mit allen notwendigen Einrichtungen für Wohnen, Unterhaltung, Bildung, Versorgung, medizinische Versorgung, und so weiter. Dubai Maritime City Authority reguliert die gesamte Schifffahrtsindustrie Dubais, die ortsansässigen Unternehmen die nicht in einer Freizone ansässig sind. Obwohl die DMC (noch) keine echte Freizone ist, können bereits jetzt Unternehmen mit einer Freizonen-Lizenz ausgestattet werden. Seit Gründung der DMC unterhält Fichte & Co ein hervorragendes Verhältnis zu den zuständigen Behörden und war sowohl am Entwurf eines Handbuchs für Qualitätsstandards und Regeln als auch bei der Bestimmung eines Kundenprofils und Eingliederungsmechanismen beteiligt.








